Caputh – Presseblog

Das scheibt die Presse über Caputh

KUNSTTOUR: Premiere der Urgewächse im Klanghaus

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(Märkische Allgemeine Zeitung)

Bildhauer Ortwin Musall stellt Holzskulpturen aus Mooreiche in Caputh aus.
CAPUTH – Schon als Kind begeisterten ihn Musikinstrumente. Jürgen Motog begann, sie zu sammeln. Im Jahr 2005 dann eröffnete der 1957 geborene Hörtherapeut, Musiker, Instrumentenbauer und Pädagoge auf seinem Grundstück in der Bergstraße 10 in Caputh sein „Haus der Klänge“.
Heute befinden sich viele ausgefallene, exotische Instrumente in seinem Besitz, die er auf Reisen in ferne Länder in Europa, Asien und Afrika entdeckt hat. Seine außergewöhnlichen „Klangstücke“ sind von ganz besonderer Art. In ihnen und um sie herum schwingen Töne vergangener Zeiten und Jahrhunderte. Sie erzählen Geschichten aus anderen Welten, Kulturen und Lebensformen, von der Magie der Erfindung von ursprünglichen Klanginstrumenten und den herauszulockenden Tönen. Diesmal können auch die Gäste der Kunsttour sie erleben, sich verzaubern lassen und den Erzählungen zu den ausgefallenen Sammlerstücken lauschen.
Was könnte besser zu den Schwingungen und Klangfarben der Instrumente im Hause Motog passen als die Holzskulpturen von Ortwin Musall. Seit 18 Jahren bearbeitet der Künstler die Mooreiche. Uralt, durch und durch schwarz gefärbt, kommt sie heute bei Baumaßnahmen, beim Pflügen auf den Feldern oder an Flussrändern nach Jahrtausenden wieder zum Vorschein. Die Fundstücke sind bis zu zwei Meter hoch. Im Atelier werden die uralten Veteranen bearbeitet, Alterungsrisse mit einbezogen, der Charakter freigelegt. Die Oberfläche wird an manchen Stellen geschliffen und erhält einen grau-silbrigen, samtigen Schimmer und damit eine ungewöhnliche Ausstrahlung im Übergang zum tiefen Schwarz.
Ortwin Musall hat eine Vorliebe für altes Holz. In den vergangenen zwei Jahren haben ihn Olivenhaine nach Italien gelockt. Das 400 Jahre alte Holz des Olivenbaums mit seiner besonderen Maserung, Farbe und dem Geruch inspirieren den Künstler immer wieder von Neuem Formen zu schaffen und Klänge zu entlocken. „Meine Skulpturen sind biografische Notizen, gewissermaßen eine Art Tagebuch“, beschreibt der Bildhauer sein Werk und gewährt damit einen Einblick in seinen persönlichen Lebensbereich.
Neben der Ausstellung findet im Haus der Klänge in der Caputher Bergstraße im Rahmen der 3. Kunsttour am Sonnabend, 5. September, um 20 Uhr eine Lesung mit Silvio Huonder statt. Regisseur Thomas Freudner aus Caputh liest am 12. September um 20 Uhr.
Kunsttour Caputh, offene Ateliers am 29./30 August, 5./6. und 12./13. September (smh/R. Gr.)

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Written by caputh

8. August 2009 um 9:21 AM

Veröffentlicht in Märkische Allgemeine Zeitung

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