Caputh – Presseblog

Das scheibt die Presse über Caputh

Archive for September 2009

Wenn Netto kommt, geht Edeka Wortmeldung im Streit um Caputher Discounter

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(Potsdamer Neueste Nachrichten)

Schwielowsee – Wenn Caputh einen Netto-Markt bekommt, wird der bestehende Edeka-Aktiv-Markt schließen. Die Edeka-Gruppe sieht keine Chancen für ein Überleben beider Einkaufsmärkte. Das sagte Andreas Laubig, Sprecher der zuständigen Regionalgesellschaft, der Edeka Minden-Hannover Holding GmbH, gestern auf PNN-Anfrage. „Es ist nicht vorstellbar, dass ein Discounter in Caputh parallel zu einem Vollsortimenter besteht“, so Laubig. „Über kurz oder lang würde der Edeka zumachen. Da muss sich das Rathaus schon entscheiden.“ Laubig bestätigte damit eine Auffassung der Blütenviertel GbR, die gegen den Netto-Markt kämpft und auf Alternativen für das Entwicklungsgebiet auf der Gewächshausbrache in der Ortsmitte setzt. Sie hatte davor gewarnt, dass sich das Einkaufssortiment für die Caputher und Fercher gerade „um Qualitätsprodukte drastisch reduzieren“ würde, wenn der Netto kommt. „Das sehen die nicht so verkehrt“, sagte Laubig. Die Versorgungslage für die 4500 Einwohner und die Urlauber sowie die Verkehrsanbindung lasse kein Überleben zweier Märkte zu. „Wir haben im benachbarten Michendorf eine Infrastruktur mit allen verdächtigen Marktteilnehmern“, stellte Laubig fest. In Caputh sei Kaufkraft fast ausschließlich über die örtliche Bevölkerung und in der Saison durch die Touristen zu generieren. Laubig räumte ein, dass der Caputher Edeka-Markt mit 400 Quadratmetern zwar „ein guter Nahversorger, aber nicht mehr ganz zeitgemäß ausgelegt“ ist. „Man könnte über eine Erweiterung nachdenken, aber unter der Prämisse eines Nettos besteht dafür keine Perspektive.“ Wie berichtet, gibt es den Antrag eines Investors, einen neuen und größeren Edeka-Markt im Caputher Gewerbegebiet anzusiedeln. Laubig wirbt offensiv, dass vieles für den Vollsortimenter spräche: „Ein Discounter reduziert sich auf das Wesentliche und definiert sich über den Preis.“ Währenddessen könnte Edeka mehr Service und Frische bieten, auch das saisonale Angebot aus der Region sei von einem Discounter nicht zu leisten, so Laubig. „Gerade der Service-Aspekt muss angesichts des sich wandelnden Altersschnittes bedacht werden.“ Laubig betonte, dass es sich bei dem in Caputh geplanten Netto nicht um den „Netto Marken-Discount“ handelt, den die Edeka-Gruppe vor drei Jahren von Spar übernommen hatte. Vielmehr gehe es um die Ansiedlung der kleineren „Netto Supermarkt GmbH & Co“ in Stavenhagen, einer Tochter der dänischen „Dansk Supermarked Gruppen“. Die Märkte unterscheiden sich sowohl im Sortiment als auch im Logo: Während die Edeka-Tochter am rot umrandeten Schriftzug erkennbar ist, hat der dänische Netto den bekannten Riesenschnauzer im Schriftzug. Am Montag um 19.30 Uhr lädt die Blütenviertel GbR zu einer Informationsveranstaltung ins Fährhaus Caputh, Straße der Einheit 88, ein, zu der Stephan Lisper von der Brandenburger Edeka-Geschäftsführung und Hubertus Eilers vom Bund Deutscher Architekten erwartet werden. Sie hatte sich ins Gespräch gebracht, um die Gewächshausbrache mit Bürgerbeteiligung zur Ökosiedlung zu entwickeln. Henry Klix

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26. September 2009 at 4:05 PM

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ORTSENTWICKLUNG: Gemeinde prüft See-Kauf

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(Märkische Allgemeine Zeitung)

Bodengesellschaft will auch Uferstreifen in Caputh veräußern

SCHWieLOWSEE – Die Bodenverwertungsgesellschaft des Bundes hat der Gemeinde Schwielowsee jetzt ein Angebot zum Kauf des Caputher Sees unterbreitet. Wenn die Gemeinde das 54 Hektar große Gewässer mit angrenzenden Flächen erwerben will, erwartet die Gesellschaft des Bundes eine Gegenleistung in Höhe von annähernd 150 000 Euro.

Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) bestätigte gegenüber der MAZ das Angebot, wollte aber zum Kaufpreis keine genauen Angaben machen. „Wir bemühen uns schon seit Jahren um den See. Die Ausschreibung der Gesellschaft 2006 brachte für uns kein Ergebnis“, sagt Hoppe. „Nun liegt es an uns, mit den Abgeordneten über das neue Angebot zu entscheiden, ob der See und angrenzende Wege gekauft werden oder nur die Wege“, sagt Hoppe. Dabei sei über den Preis zu entscheiden, den die Gemeinde zu zahlen bereit ist. Zu klären bleibt zudem, ob Schwielowsee mit der BVVG unter Umständen vereinbart, dass die Gesellschaft Eigentümerin bleibt, die Gemeinde aber die Verkehrssicherheit gewährleistet. Denn die Gemeindeverwaltung ist sich darüber im Klaren, dass ein Kauf hohe Folgekosten mit sich bringt. Der See muss saniert werden. Dafür hat die Gemeinde eine Kostenschätzung vorgenommen. Prognose: 550 000 bis zu 750 000 Euro. Für den Ankauf der Wege hatte man mit 30 000 Euro gerechnet.

Dass der Bund den See und angrenzende Flächen loswerden will, kommt nicht von ungefähr. Denn derzeit muss die Bodengesellschaft die Verkehrssicherungspflicht erfüllen. So war bereits ein Baum umgestürzt und musste beseitigt werden. Anwohner hatten sich bei der Gesellschaft beklagt, dass einzelne Wegstrecken für Besucher durch herabfallende Äste zu gefährlich sind. Bei der Landesforstbehörde hatte die BVVG jetzt Waldbewirtschaftungsarbeiten in Auftrag gegeben, damit totes Holz entfernt wird. Caputher aber waren über die Markierungsarbeiten und Fällabsichten entsetzt. Sie sahen schon 100 Bäume fallen.

Wie die MAZ in der Naturschutzbehörde des Kreises erfuhr, benötigt die Gesellschaft für die Waldbewirtschaftung keine Genehmigung. „Aber wir sind mit der BVVG im Gespräch, damit nur die notwendigen Sicherungsmaßnahmen erfolgen. Es werden nun auch nicht mehr alle Bäume, die gekennzeichnet sind, gefällt“, sagt Günter Kehl. Die BVVG-Pressestelle bestätigte gestern der MAZ, dass die Arbeiten in der nächsten Woche beginnen, aber in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde des Kreises erfolgen. Über den genauen Umfang konnte man keine Angaben machen.

Der idyllisch gelegene Caputher See und sein fünf Kilometer langer Rundweg ist nicht nur zum jährlichen Neujahrslauf ein Anziehungspunkt. Er ist ganzjährig ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen. Es gibt keine offizielle Badestelle. Dennoch nimmt der Kreis regelmäßig Proben. Die waren bislang immer in Ordnung. (Von Regine Greiner)

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26. September 2009 at 2:33 PM

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Gemeinde kann Caputher See haben

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(Potsdamer Neueste Nachrichten)

Bürgermeisterin Hoppe von Kaufangebot der BVVG überrascht / Größter Kostenfaktor wäre Seesanierung
Schwielowsee – Hoffnung für den Caputher See: Die bundeseigene Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) hat den stillen Waldsee am Ortsrand von Caputh der Gemeinde Schwielowsee zum Kauf angeboten. Auch ein Kaufvertragsentwurf für das westliche Ufergrundstück wurde dem Rathaus diese Woche zugestellt. Damit macht die BVVG ein Versprechen vom August wahr, die Seeprivatisierung nach mehreren Konfliktfällen im Land vorerst zu stoppen und die Wasserflächen vorrangig den Kommunen anzubieten. „Wir haben der Gemeinde einen etappenweisen Ankauf vorgeschlagen“, so BVVG-Sprecherin Andrea Hubatschek auf PNN-Anfrage „erst das zwei Hektar große Ufergrundstück und dann den See.“ 15 000 Hektar ostdeutscher Gewässerflächen befinden sich noch im Eigentum der BVVG. „Dass sie immer zuerst den Gemeinden angeboten werden, ist gesetzt“, sagte Hubatschek.

Schwielowsees Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) zeigte sich vom Kaufangebot „etwas überrascht“ . Die Gemeinde habe bereits vor Jahren eine Kaufanfrage an die BVVG geschickt. „Wir haben immer wieder nachgefragt, es gab nie eine Reaktion.“ Vielmehr wurde der See vor drei Jahren sogar ausgeschrieben, allerdings erfolglos. Zwischenzeitlich habe die Gemeinde versucht, wenigstens den Wanderweg am See durch einen Gestattungsvertrag zu sichern. „Der Uferweg ist für mich nach wie vor der wichtigste Punkt“, so Hoppe. Sie kündigte an, die Vertragsentwürfe im Gemeinderat zu diskutieren und genau zu prüfen.

Der Seeankauf sei zwar noch zu finanzieren. Allerdings müssten auch die Kosten der Seesanierung beraten werden: Ein zehn Jahre altes Gutachten des Neuseddiner Instituts für angewandte Gewässerökologie hatte laut Hoppe Sanierungskosten von 550 000 bis 750 000 Euro ergeben. In der DDR wurden durch das Grundwassergefälle Fäkalien von einem benachbarten Lagerbecken eingeleitet: Der See ist mit Phosphat- und Stickstoffverbindungen angereichert, die das Algenwachstum befördern – auch wenn es sich nicht um die unschönen Havel-Grünalgen handelt. Der Fischbesatz im Caputher See ist unausgewogen, die Nahrungskette gestört – auch wegen der vor Jahren eingesetzten Amurkarpfen, die den See an sich reinigen sollten. Das Öko-Institut hatte unter anderem vorgeschlagen, das Tiefenwasser teils in die Havel abzupumpen und andernteils in einer Filteranlage am Ufer zu reinigen und wieder einzuleiten.

Ortsbürgermeister Jürgen Scheidereiter (BBS), selbst Umweltfachmann, fürchtet, dass ein neues Gutachten notwendig sein wird. „Mit der vorgeschlagenen Art der Sanierung war das Landesumweltamt damals nicht zufrieden.“ Grundsätzlich begrüße er das Kaufangebot der BVVG. „Das sollte auf gar keinen Fall in der Schublade verschwinden.“ Es wäre ein „großer Erfolg“, wenn See und Uferweg auf Dauer für die Öffentlichkeit gesichert werden könnten, so Scheidereiter. Um die Seesanierung anzupacken, sei schon seit einiger Zeit die Gründung eines Fördervereins geplant, in dem „Wissen und Kompetenzen“ konzentriert werden könnten.

In einer anderen Sache gab es gestern bereits Entwarnung: Nachdem Dutzende Bäume am Seeufer, darunter 200 Jahre alte Eichen, in den vergangenen Wochen mit Farbkreuzen gekennzeichnet wurden, meldeten sich Caputher bei den PNN, die einen „Kahlschlag“ befürchteten. Laut BVVG-Sprecherin Hubatschek soll ab nächster Woche lediglich Totholz ausgeästet werden, damit sich niemand an abstürzenden Ästen verletzt. Hubatschek: „Es geht allein um die Verkehrssicherungspflicht.“ Henry Klix

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25. September 2009 at 11:47 AM

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Landschaftliche Appetithäppchen

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(Potsdamer Neueste Nachrichten)

Barocke Spuren: Entdeckungen beim Gartenfest im Schlosspark Caputh

Caputh – Herrschaftliche Kutschen rollten einst über die Lindenstraße bis vor das Schloss Caputh. „Diese Allee, die bis in den Park hineinführte, bildete im Dunstkreis des barocken Schlosses das Willkommen für die Gäste“, erzählte Gerd Schurig gestern rund 50 Besuchern, die sich von ihm durch den sonnendurchfluteten Schlosspark führen ließen. Eingeladen hatte die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten zu einem Gartenfest für die ganze Familie in den kurfürstlich-königlichen Landsitz an der Havel. Schon vom Tor aus, etwas verdeckt durch Bäume, ist der Barockbau zu sehen. Zu diesem Ziel führen zwei geschwungene Wege, ein typischer Verweis auf den preußischen Gartenkünstler und Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné. Charakteristisch sind für seine Landschaftsgestaltungen die vielfältigen Sichtachsen, mit denen Park und Bauwerke wirkungsvoll in Szene gesetzt werden. Der Blick vom Schloss zeigt eine Parkanlage mit verschlungenen Wegen, die in Schleifen verlaufen und die Form eines Kleeblattes bilden.

Schon im 16. Jahrhundert ließ Kurfürstin Katharina den Garten ihrer Sommerresidenz als Musterwirtschaft mit Gutshof, Karpfenteich, Obstgarten und Weinberg anlegen. Im Dreißigjährigen Krieg wurden Schloss und Garten zerstört. Der kurfürstliche Quartiermeister Philip de la Chieze baute das Schloss und den terrassierten barocken Garten wieder auf. 1820 kam das Kavalierhaus hinzu und nach Plänen Lennés wurde der Garten umgestaltet. Barocke Formen sind daher im Park nicht mehr zu finden, nur im Bereich der Schlossterrasse lassen sich noch Spuren von Mosaiken aus Findlingen und Ziegeln erkennen. Verschwunden ist auch eine Mauer, auf der einst 72 Skulpturen standen. Auf der Terrasse erleben Besucher den sogenannten „Regentenblick“ auf den Templiner See, über den weiße Segelzipfel schweben, umrahmt von Baumgrün. Im Uferbereich des Gartens stehen noch einige Baumveteranen, die aus der Barockzeit stammen. Darunter Linden und Pyramidenpappeln mit der typischen kegelförmigen Krone. Ihre durchschnittliche Wuchshöhe beträgt 30 Meter, ebenso lang sind ihre flachen Wurzeln. Es sei mühsam gewesen den alten Baumbestand zu retten, berichtete Schurig, der als Kustos für Gartendenkmalpflege seit 1994 an der Wiederherstellung der Anlage mitwirkte. Denn nach dem Zweiten Weltkrieg verwilderte der Park zunehmend. Und als ein Teltower Werk für Elektronik Ende der 1980er Jahre auf dem Areal ein Tagungszentrum errichten wollte, nahmen die Bauleute wenig Rücksicht auf Bäume. Da wurden Nägel in Stämme eingeschlagen und Baumaterial im Wurzelbereich gelagert. Als 1994 die Stiftung Schloss und Park übernahm, mussten erst einmal die Wunden an den Bäumen behandelt werden. „Wir haben hier richtig Baumchirurgie betrieben“, sagt Schurig. Zuerst entfernten er und seine Kollegen die festgenagelten Hütten und glätteten Wundränder. Boden wurde ausgetauscht, Dünger verabreicht und regelmäßig gewässert.

Mühe bereitete es auch, die alten Wege zu finden. Manchmal halfen nur archäologische Suchgrabungen weiter. Als endlich das Wegenetz erkennbar war, ließ dieses Gerüst auch Rückschlüsse auf die markanten Stellen zu, an denen seinerzeit Sitzbänke standen. Neben dem Eingang an der linken Uferbucht steht jetzt eine Bank, von der Besucher fächerartig die Landschaft erleben können mit Blick auf Wasser, Kavalierhaus, Schloss und Obstwiese. Schurig nennt sie „Appetithäppchen, die zum Spazieren einladen“. Auf den Geschmack kamen einige Besucher auch beim Naschen auf der Obstwiese. Eine Entdeckung war die Kornellkirsche, ein „Fitmacher“, der im Frühjahr gelb blüht, ohne Blätter.

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21. September 2009 at 12:32 PM

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FREIZEIT: Räder rollen um den Schwielowsee

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(Märkische Allgemeine Zeitung)

Am gestrigen Fahrradsonntag entdeckten etwa 500 Sportbegeisterte die Tourismusregion
SCHWIELOWSEE – Das Horn der Caputher Seilfähre donnert beim Ablegen durch die Luft, allerdings sind dieses Mal nicht nur ein paar Autos an Bord. Etwa 100 Radfahrer haben sich hinaufgezwängt, genau so viele mussten am Ufer zurückbleiben.

Grund dafür ist der zehnte Fahrradsonntag mit Touren rund um den Schwielowsee, an welchen gestern über 500 Freizeitsportler teilnahmen. „Ich bin stolz, dass wir diesen Höhepunkt für unsere Gemeinde erhalten haben“, so Bürgermeisterin Kerstin Hoppe. Um elf Uhr gab sie das Startsignal für die Radler, nachdem vorher die Holzfigur „Felix Krone“ enthüllt wurde. Diese hatte Bildhauer Albrecht Klink aus einer 110 Jahre alten Eiche vor Ort geschnitzt. „Ursprünglich sollte der Baum gefällt werden, doch Frau Hoppe hatte die Idee ihn künstlerisch zu nutzen“, so Klink. Er fühle sich als Künstler hier generell hervorragend unterstützt. Die viereinhalb Meter hohe Figur, welche sogar von der Bundesstraße aus zu sehen ist, soll auch erklettert werden. Zugeschickte Bilder davon stellt der Künstler ins Internet.

Bereits um zehn Uhr begann das Programm an der Gaststätte Baumgartenbrück mit Darbietungen verschiedener Vereine sowie dem Spielmannzug Neuseddin. Anschließend verteilten sich die Veranstaltungen auf die ganze Gemeinde. So gab es am Schloss Caputh das Gartenfest, Jagdhornbläser auf der Seewiese Ferch und die dortige Obstkistenbühne hatte den Groß Kreutzer Kinderchor zu Gast. „Wir haben extra für den Fahrradsonntag noch einmal ein Programm erstellt, normalerweise geht unsere Saison nur bis August.“, so Anka Jüngling von der Theatergruppe. Am Nachmittag heizte die örtliche Band „The Second Edition“ am Schlosspark in Petzow noch dem Publikum mit Rock und Oldies ein. Wer lieber etwas handwerkliches sehen wollte, konnte verschiedene Vorführungen der Geltower Handweberei verfolgen.

Entgegen vorheriger Sorgen war der Radweg R1 in Petzow wieder durchgängig nutzbar, der Bauhof hatte die von einem Anwohner beschädigte Brücke rechtzeitig instandgesetzt (MAZ berichtete). Probleme bereitete hingegen die Deutsche Bahn, welche grade an diesem Sonntag die Linie entlang des Schwielowsees durch Busse ersetzte. Da diese keine Fahrräder befördern, war eine Anreise per Nahverkehr für die Teilnehmer unmöglich. (Von Enrico Bellin)

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21. September 2009 at 8:44 AM

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„Ansprechende Architektur“

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(Potsdamer Neueste Nachrichten)

Caputher Ortsbeirat stellt Bedingungen für Netto
Schwielowsee – Beim Neubau des Nettomarktes in Caputh hat sich der Ortsbeirat weitgehende Mitspracherechte gesichert: Eine Zustimmung für das Projekt werde nur erfolgen, wenn die Neubaupläne „zweifelsfrei einer ansprechenden Architektur entsprechen“, heißt es in einem Beschluss, der in einer Sondersitzung am Donnerstagabend gefasst wurde. Eine Arbeitsgruppe des Ortsbeirates und des Bauausschusses soll mit dem Investor, der Concept Immobilien GmbH aus Hamburg, einen entsprechenden „Plan mit Ansichten und Lageplan“ für den Markt erarbeiten. Etliche Bürger hatten an der Sondersitzung teilgenommen und einen schnellen Bau des Discounters gefordert. Der Investor benötigt das Wohlwollen der Gemeinde, um den Markt ohne Bebauungsplanverfahren bauen zu können. Nur mit einem positiven Votum der Ortspolitiker ist die Bauaufsicht in Belzig bereit, den Neubau ohne das langwierige Planverfahren zu genehmigen. Später soll der Netto durch weitere Läden ergänzt werden, im Hinterland sollen 35 Wohnhäuser entstehen – alles mit Bebauungsplan. Der Netto soll – als Initialzündung – herausgelöst und vorgezogen werden. hkx

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19. September 2009 at 12:36 PM

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Felix Krone und „preußisch Grün“ Kunst und Fahrrad am Sonntag in Schwielowsee

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(Potsdamer Neueste Nachrichten)

Schwielowsee – Der kommende Sonntag steht am Schwielowsee wieder im Zeichen der Kunst: Zur Eröffnung des 10. Fahrradsonntages wird an der Gaststätte Baumgartenbrück um 10 Uhr feierlich „Felix Krone“ enthüllt. Und zum Gartenfest am Schloss Caputh soll für einen Nachmittag die frühere Barockstruktur des Schlossparks erlebbar werden.

Felix Krone ist eine Schöpfung des Berliner Bildhauers Albrecht Klink: Als in Baumgartenbrück eine 110 Jahre alte aber kranke Eiche gefällt werden musste, kappte man den Baum an der Krone. Aus dem Stamm entstand die lustige Skulptur, die schon während des Schaffensprozesses viele Anhänger gefunden hat. Bei der Eröffnung dabei sind die Einradgruppe der Meusebach-Grundschule, die Geltower Country-Kids und der Neuseddiner Spielmannzug. Der Hauptpulk, in dem erfahrungsgemäß 500 Radler dabei sind, wird von der Polizei bis zur Caputher Fähre begleitet. Rund um den See bieten sich verschiedenste Stationen für einen Zwischenstopp an, das Programm gibt es vor Ort: Im Petzower Schlosspark spielt die Gruppe „Second Edition“ Rock-Oldies, auf der Löcknitz gibt es Dixieland und auf der Fercher Seewiese spielen die Jagdhornbläser auf. Am Backofenplatz wird frisch gebackenes Brot serviert, an der Porta Elisa Räucherfisch.

Um 13 Uhr beginnt dann das Gartenfest im Caputher Schloss. Der Künstler Gerhard Göschel und die Gärtner der Stiftung beleben mit Kunst und Rasenmäher die barocke Struktur des Gartens, dessen ursprüngliche Gestaltung durch Lenné zum Landschaftspark verändert wurde. Wertvolle Pflanzen werden versteigert, es gibt Tanz mit „Spheric E-motion“ und Jazz mit „Clair-obscur“. Der Eintritt kostet 4 Euro inklusive Schlossbesuch. wh

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18. September 2009 at 1:42 PM

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Tourismus: Rastplätze und Skulpturen am Wasser

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(Potsdamer Neueste Nachrichten)

SCHWIELOWSEE – Auf dem Weg zum anerkannten Erholungsort will die Gemeinde Schwielowsee im nächsten Jahr Wasserwanderrastplätze in Geltow ausweisen und im Jahr 2011 eine solche Anlage an der Uferpromenade in Caputh schaffen. Vorgesehen ist dort ein Schwimmsteg parallel zum Ufer, wenn das Wasser- und Schifffahrtsamt zustimmt. Dies sind nur zwei Vorhaben aus dem Aufgabenpaket, dem der Tourismusausschuss der Gemeinde auf seiner jüngsten Sitzung bereits zugestimmt hat. „Abschließend wird dazu die Gemeindevertretung am 14. Oktober entscheiden“, sagt Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) der MAZ.

Neben den Steganlagen sollen die Parkplätze an den Strandbädern Caputh und Ferch hergerichtet werden. Bis zu 15 000 Euro Kosten könnten entstehen. Auch Stellflächen für Wohnmobile sind langfristig an der Michendorfer Chaussee und in Alt Geltow geplant. Darüber hinaus sollen öffentliche Toiletten in Caputh und Geltow ausgewiesen werden. Allein dafür sind 100 000 Euro erforderlich.

Für die kulturelle Entwicklung soll 2010 mit Künstlern ein Skulpturenpfad am Caputher Gemünde entstehen. Ein weiterer ist an der Uferpromenade in Ferch angedacht. Um alle Anforderungen erfüllen zu können, wird angestrebt, ab 2011 einen Kultur- und Tourismuskoordinator einzustellen. (R. Gr.)

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18. September 2009 at 1:16 PM

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Imagepflege am Gemünde

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(Potsdamer Neueste Nachrichten)

Schwielowsees Tourismuskonzept steht: Caputher Promenade soll Visitenkarte des Erholungsortes werden.
Schwielowsee – Momentan fehlt ihr das maritime Flair, es gibt keine öffentlichen Bootsanleger und gerade vom Wasser wirkt sie eintönig und brav. Doch die Promenade am Caputher Gemünde könnte zur Visitenkarte des Erholungsortes Schwielowsee werden. Das wenigstens meint Tourismusberater Matthias Wedepohl vom Berliner Büro „Projekt M“, er half der Gemeinde in den vergangenen Monaten beim neuen Tourismuskonzept.

Chancen und Defizite wurden darin ausgewertet und 52 Maßnahmen in Caputh, Ferch und Geltow aufgelistet, mit denen das Trio attraktiver für Ausflügler und Urlauber werden soll. Am Dienstagabend wurde das Ergebnis dem Tourismusausschuss vorgestellt. „Qualität vor Quantität“ – Bürgermeisterin Kerstin Hoppe hofft, dass mit diesem Motto die Bewerbung zum Erholungsort gelingen wird.

Mit „hoher Priorität“ ist in der Liste gleich viermal das Gemünde vertreten: So sollen schon ab 2010 – zur „Imagebildung als Künstlergemeinde“ – Skulpturen entlang der Uferpromenade aufgestellt werden. Laut Bürgermeisterin Hoppe haben sich schon fünf Künstler gemeldet, die sich unentgeltlich beteiligen würden. Perspektivisch könnte der Skulpturenpfad einmal an der Fercher Uferpromenade fortgesetzt werden, wie es im Tourismuskonzept heißt. Für Ferchs Rathausplatz wird ein Aussichtspunkt vorgeschlagen.

Zweiter Punkt am Gemünde: ein Wasserwanderrastplatz. Die Caputher Seite ist dafür ungeeignet – Hoppe hofft, dass der Steg am Strandbad und möglicherweise auch ein neuer geplanter Steg an der Fähre für Wassertouristen erweitert werden können. Ein Thema auch für die anderen Ortsteile: Die Marina in Ferch müsse stärker ihre Funktion als Wasserwanderplatz wahrnehmen, wie es im Konzept heißt. In Geltow werden Wasserwanderplätze in Baumgartenbrück, Alt-Geltow und Wildpark West anvisiert.

Auch die schlechte Toiletten- und Parkplatzsituation betrifft nicht allein das Gemünde – wobei an der Caputher Promenade schon Lösungen im Schubfach liegen: Die Gemeinde konnte den Parkplatz in der Weinbergstraße, den der Eigner mit einem Haus bebauen wollte, erwerben – der Parkplatz soll ausgebaut werden. In Abstimmung mit der Weissen Flotte soll deren klappriges Servicehaus zwischen Parkplatz und Gemünde einem Neubau mit Toilette weichen, wie Hoppe ankündigte. Das Rathaus strebt, wie auch für den Parkplatz an der Baumgartenbrücke, selbstreinigende Toiletten an. In Ferch soll die Toilette im Malermuseum besser ausgewiesen und die Parksitiuation am Strandbad verbessert werden.

Der Maßnahmenkatalog hält auch für den Schwielowsee Tourismus e.V. Arbeit bereit, ob bei der Klassifizierung von Zimmern und Hotels, der Entwicklung neuer Sport- und Kreativprogramme, Rad- und Laufstrecken oder einem jährlichen Tourismusforum. Mit dem Konzept will sich die Gemeinde im Oktober als Erholungsort bewerben. Erste Punkte müssen sichtbar umgesetzt werden, wenn im Frühjahr ein Fachbeirat die Gemeinde bereist, Kerstin Hoppe denkt dabei besonders an das touristische Wegeleitsystem. Sie rechnet bis Juni 2010 mit einer endgültigen Antwort auf die Bewerbung. Henry Klix

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17. September 2009 at 1:43 PM

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Mitsprache beim Netto-Markt

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(Potsdamer Neueste Nachrichten)

Gemeindegremium wird Einfluss auf Gestaltung nehmen / Erster Vorentwurf missfiel.
Schwielowsee – Die rote Fassade mit den Blendgiebeln fiel durch: Bei ihren architektonischen Vorentwürfen für einen neuen Netto-Supermarkt in Caputh muss die Concept Immobilien GmbH aus Hamburg noch einmal nacharbeiten. In einer gemeinsamen Sitzung des Bauausschusses mit dem Caputher Ortsbeirat wurde unisono Kritik an ersten vorsichtigen Entwurfszeichnungen für den Markt und mehrere benachbarte Geschäfte geäußert. „Da muss etwas getan werden, um das Ortsbild besser einzubinden“, sagte Ausschussmitglied Thomas Hartmann. „Ich kann mir eine straßenbegleitende Bebauung besser vorstellen als einen riesigen Parkplatz direkt an der Straße“, so Thomas Dallorso. Kritik gab es auch von Jürgen Scheidereiter, der eine „weniger offensive Bebauung“ forderte.

Eine Arbeitsgruppe des Ortsbeirates und des Bauausschusses soll nun direkten Einfluss auf die Gestaltung nehmen. Die Gemeinde hat bei dem neuen Markt ein gewichtiges Wörtchen mitzureden: Nur wenn sie sich für den Neubau des Discounters an der Friedrich-Ebert-Straße ausspricht, ist die Belziger Bauaufsicht bereit, einem Bauantrag zuzustimmen, wie Schwielowsees Bauamtsleiterin Kerstin Murin erklärte.

Nächstes Jahr soll der neue Netto stehen, in einem zweiten Bauabschnitt soll er später durch weitere Läden ergänzt werden, im Hinterland sollen 35 Einfamilien- oder Doppelhäuser entstehen. Dazu soll noch ein Bebauungsplan aufgestellt werden, der Netto soll herausgelöst und vorgezogen werden, wie es hieß. Die Hamburger Projektentwickler hatten die knapp fünf Hektar große Gewächshausbrache mitten in Caputh bereits vor zweieinhalb Jahren von der bundeseigenen Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH zugesprochen bekommen, der Kaufvertrag ist noch nicht unterschrieben. Das soll mit dem Bauantrag für den Netto nachgeholt werden, wie Concept-Geschäftsführer Arne Hopmann auf der Bauausschusssitzung bestätigte.

Hopmann erläuterte, dass für den Bau eines Supermarktes technische Zwänge bestünden. So sei ein Parkplatz mit mindestens 120 Plätzen zwar „nicht so schön anzusehen“, aber eine Vorgabe des Betreibers. Auch dass direkt an der Straße freie Parkplätze sichtbar sind, sei gewünscht, ein Vorrücken des Marktes an die Straßenfront nicht machbar. Die Architektur müsse geeignet sein, Handel und Anlieferung abzuwickeln. „Wir würden auch lieber schöngeistig herangehen, aber es gibt eine praktische Seite“, so Hopmann. Netto sei einer der wenigen Discounter, die bereit seien, von der unternehmerischen Architektursprache abzuweichen. Kleinere Änderungen seien denkbar, wie ein Grünstreifen zum Parkplatz.

Kritik an den Plänen gab es einmal mehr von der Caputher Blütenviertel GbR, die sich als Alternative für das Areal ins Gespräch gebracht hatte, um es mit Bürgerbeteiligung zur Ökosiedlung zu entwickeln. Gesellschafterin Theresia von Zadow appellierte an die Kommunalpolitiker, „keine Empfehlung für die Totalentwertung des Ortes Caputh“ auszusprechen. Henry Klix

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11. September 2009 at 11:13 AM

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