Caputh – Presseblog

Das scheibt die Presse über Caputh

Archive for Oktober 2009

Bauen: Abgeordnete für Supermarkt SCHWIELOWSEE

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(Märkische Allgemeine Zeitung)

Unter dem Beifall anwesender Bürger haben sich am Mittwochabend die Abgeordneten der Gemeindevertretung mehrheitlich für einen Supermarkt in Caputh-Mitte auf ehemaligem Gärtnereigelände ausgesprochen. Noch gehört das Areal der Bodenverwertungs- und verwaltungsgesellschaft, die aber mit dem Markt-Investor aus Hamburg bereits in intensiver Verhandlung zum Verkauf steht. Die Befürworter hoffen darauf, dass der Investor den Markt kurzfristig und ortstypisch baut. Eine Arbeitsgruppe der Gemeinde wirkt bereits mit dem Bauherren zusammen, um den Baustil abzustimmen. Bedenken gegen die Planungen äußerten die Mitglieder der SPD-Fraktion Heide-Marie Ladner und Bernd Lietz sowie Jörg Steinbach (BBS). (R.Gr.)

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16. Oktober 2009 at 11:46 AM

Veröffentlicht in Märkische Allgemeine Zeitung

Gemeinde räumt Netto Hürden aus dem Weg Discounterneubau in Caputh ohne Bebauungsplan

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(Potsdamer Neueste Nachrichten)

Schwielowsee – Schwielowsees Gemeindevertreter unterstützen die Pläne eines Investors, schnell einen Netto-Markt in Caputh zu errichten. Um den Bau zu beschleunigen, sollen die Beteiligungsmöglichkeiten im Bauantragsverfahren massiv eingeschränkt werden. Statt mit einem Bebauungsplanverfahren will der Investor den Discounterbau mittels einfachem Bauantrag bewilligt bekommen. Mit großer Mehrheit befürwortete die Gemeindevertretung am Mittwochabend diese Verfahrensweise. Die Bauaufsicht hatte bereits im Vorfeld signalisiert, dass das Projekt trotz seiner Größe auch ohne Bebauungsplanverfahren möglich sei – wenn die Gemeinde einverstanden ist.

Nach Plänen der Hamburger Concept Immobilien GmbH soll der Markt bereits im kommenden Jahr stehen. Allein der Abschluss eines B-Planverfahrens dauert dagegen zwei bis zweieinhalb Jahre, wie es hieß. Der Discounter gilt als erster Schritt bei der Entwicklung der Gewächshausbrache am Schmerberger Weg mit Handel und Wohnen. Für die weiteren Projekte soll ein Bebauungsplan folgen.

Gemeindevertretung und Ortsbeirat hatten zuvor Mitspracherechte bei der architektonischen Gestaltung des Discounters durchgesetzt. Gemeindevertreter Holger Teichmann (CDU/FDP) sprach von einer „komfortablen Situation“: Die Gemeinde habe sogar mehr Möglichkeiten, an der Gestaltung mitzuwirken, als dies im B-Planverfahren der Fall gewesen wäre. Nach Gesprächen einer eigens gebildeten Arbeitsgruppe mit dem Architekten zeigte sich Teichmann zuversichtlich, dass den besonderen Ansprüchen an diesem zentralen Punkt im Ort Rechnung getragen werde. Capuths Ortsbürgermeister Jürgen Scheidereiter (BBS) betonte, dass man bereits mit dem Aufstellungsbeschluss für einen B-Plan im Jahr 2007 in diesem Bereich zwei größere Handelseinrichtungen festgelegt habe. „Die Caputher Bürger wollen den Discounter.“ Auf das Ensemble von Schloss und Kirche werde der Bau keinen Einfluss haben, „er ist von dort aus gar nicht zu sehen“. Heiko Hüller (CDU/FDP) erwartet durch den Markt eine Belebung für die benachbarten Läden und Geschäfte.

Es gab aber auch Kritik: SPD-Gemeindevertreter Bernd Lietz begrüßte zwar den Bau eines Discounters. „Dies ist aber aus rechtlichen Gründen nur über ein Bebauungsplanverfahren möglich“, erklärt er mit Verweis auf den Außenbereichs-Status des Areals. Ablehnend äußerte sich auch BBS-Mann Jörg Steinbach: Der Neubau werde sich durch die zu erwartenden Klagen stärker verzögern, als dies durch ein geordnetes Bebauungsplanverfahren der Fall gewesen wäre. hkx

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16. Oktober 2009 at 7:45 AM

Veröffentlicht in Potsdamer Neueste Nachrichten

KOALITION: Platzeck entscheidet sich für Rot-Rot

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(Märkische Allgemeine Zeitung)

SPD-Landesvorstand stimmt Koalitionsverhandlungen mit Linkspartei zu
POTSDAM/CAPUTH – Die Brandenburger SPD hat den Weg für Koalitionsverhandlungen mit der Linken freigemacht. Der Landesvorstand stimmte gestern Abend in Caputh (Potsdam-Mittelmark) mit neun Ja-Stimmen und fünf Enthaltungen für die Empfehlung des SPD-Landeschefs und Ministerpräsidenten Matthias Platzeck.

Platzeck nannte als Grund für die Entscheidung zugunsten der Linken „eine breitere und größere Schnittmenge, was die anstehenden Aufgaben angeht“. Bei dem Treffen des Vorstands mit dem Landesausschuss sei eine „tiefgreifende Diskussion“ geführt worden. Es habe auch die Debatte gegeben, ob es richtig sei, „am Beginn des dritten Jahrzehnts nach dem Mauerfall weiterhin eine große Gruppe von Menschen aus der Verantwortung herauszuhalten“.

Die Gremien der Linkspartei wollen heute über rot-rote Verhandlungen entscheiden. Nach einer letzten Verhandlungsrunde hatte sich am Mittag bereits die SPD-Sondierungsgruppe einstimmig für die Linken entschieden. Die Koalitionsverhandlungen sollen morgen beginnen.

Die Fraktionschefin der Linken, Kerstin Kaiser, zeigte sich optimistisch, dass mit der SPD „vernünftige Politik“ möglich sei. Dies gelte vor allem für die Berücksichtigung sozialer Belange auch in der Wirtschaftskrise. Ihr unmittelbar zuvor bekanntgegebener Verzicht auf ein Ministeramt habe in dem letzten Sondierungsgespräch keine Rolle gespielt, betonte Kaiser. Insbesondere an der SPD-Basis war zuletzt gefordert worden, dass keine früheren Stasi-Mitarbeiter Regierungsämter bekleiden dürften. Kaiser hatte während des Studiums als Stasi-IM Kommilitonen ausgespäht, war aber mit diesem Teil ihrer Biografie früh offensiv umgegangen.

CDU-Chefin Johanna Wanka sprach von einem „Verrat an der Revolution von 1989“. Fraktionschefin Saskia Funck legte gestern Abend überraschend ihr Amt nieder. Wanka müsse nun die Rolle der Oppositionsführerin übernehmen, hieß es. . (igo/V.Kr)

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13. Oktober 2009 at 8:07 AM

Veröffentlicht in Märkische Allgemeine Zeitung

Einsteinhaus war Vorläufer der Platte

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(Märkische Allgemeine Zeitung)

Architektur Konrad Wachsmann gehörte zu den Pionieren industrieller Bauverfahren / Expertenrunde in Caputh
CAPUTH – Welche Einfluss der Schöpfer des Caputher Einsteinhauses Konrad Wachsmann (1901 – 1980) auf die Plattenbauweise während der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg hatte, wollte ein Architektur-Gespräch in Caputh aufzeigen. Der Initiativkreis Albert-Einstein-Haus hatte dazu am Sonnabend in den neuen Gemeindesaal der evangelischen Kirche eingeladen. Hochrangige Fachleute, darunter Professorin Simone Hain aus Graz, begrüßte Wiebke Franck vom Initiativkreis. Gewiss ist der in Frankfurt (Oder) geborene Ingenieur und Architekt Wachsmann in der Welt bekannt. „Aber eben einer unter vielen“, wie Hain sich einschränkend ausdrückte. Dennoch: Wachsmann ist einer der Ideengeber, die die industrielle Produktion von Hausfertigteilen ermöglichten.

Als gelernter Tischler bevorzugte er Holz und fand mit der Firma Christoph & Unmack in Niesky einen guten Partner für eine industrielle Vorfertigung auch des Einsteinschen Sommerhauses in Caputh (1929). Wachsmanns Philosophie war, mit möglichst wenig Teilen eine große Vielfalt an Konstruktionsmöglichkeiten zu erreichen. Er liebte Geradlinigkeit, wonach ihm Einsteins Haus in Caputh in seiner Ähnlichkeit mit einem Blockhaus entgegenkam. Die in Niesky vorgefertigten Teile fügten die Arbeiter an Ort und Stelle in nur 14 Tagen zum Rohbau zusammen.

Weil Wachsmann jüdischer Abstammung war, musste er 1941 in die USA übersiedeln. Hier schuf er mit Walter Gropius ein Fertighaussystem in Holzbauweise. Über 100 Patentansprüche auf dem Bausektor machte er geltend.

Der Berliner Architekturhistoriker Andreas Butter zeigte am Sonnabend in Caputh auf, wie nach dem zweiten Weltkrieg in der DDR die Fertigteilhausproduktion in zahlreichen Varianten in Anlehnung an Wachsmanns Ideen forciert wurde. Der Wohnungsnot sollte damit Paroli geboten werden. Montagequader aus Leichtbeton wurden entwickelt, ebenso 1951 die ersten tragenden Querwände. Die Hochhäuser in der Berliner Stalinallee entstanden und 1953/54 ein „Großtafelhaus“ in Johannisthal. Industriebauten folgten mit Stahl- und Stahlbetonskelettteilen. „Die Großblockbauweise trat 1952 ihren Siegeszug an“, so Butter.

Ulrich Hartung ergänzte den Vortrag. Etwa ab 1972 wurde der industrielle Bau von Gebäuden durch Schmuck-Elemente ergänzt. „Mehr Aufwand forderte nun die ,Monotonie mit Aufsätzen’, machte der Fachmann deutlich. Nicht nur für Wohnungsbauten wurde in der Folge die Idee Wachsmanns der industriellen Vorfertigung genutzt. Kindererholungsheime, Kindertagesstätte, Sporthallen, Polikliniken und andere öffentliche Gebäude entstanden. Nach und nach gab es erfolgreiche Bemühungen, den Häusern den schon von weitem anzusehenden Anblick eines Plattenbaus zu nehmen.

Auch in der Bundesrepublik entstanden Gebäude in Plattenbauweise.

Die Potsdamer Fotografin Monika Schulz-Fieguth war über 20 Jahre Mitarbeiterin beim einstigen Leiter des Instituts für Geo- und Kosmosforschung der Akademie der Wissenschaft im Einsteinhaus. Sie kommentierte ihre Fotos vom ersten Besuch Wachsmanns in der DDR. 1978 hatte ihn der Generalkonservator der DDR anlässlich der Wiederherstellung des Einsteinhauses eingeladen. Das zweite Mal war Wachsmann als Gast der Akademie der Wissenschaften 1979 in Caputh zu den Feiern zum 100. Geburtstag Einsteins. „Es war ein kalter Tag, der 14. März 1979“, erinnerte sich Schulz-Fieguth, als sie auf den mit Schneeresten bedeckten Garten am Einsteinhaus zeigte. „Und im Gartenhaus daneben wachten Leute vom Ministerium für Staatssicherheit.“ (Von Wolfgang Post)

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12. Oktober 2009 at 8:20 AM

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TOURISMUS: Prima Klima in Schwielowsee

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(Märkische Allgemeine Zeitung)

Deutscher Wetterdienst befürwortet Prädikat als anerkannter Erholungsort.
SCHWIELOWSEE – Die Luft ist rein am Schwielowsee, sagt der Deutsche Wetterdienst in Potsdam. In seinem Gutachten befürwortet er aus klimatischer und bioklimatischer Sicht den Antrag der Gemeinde Schwielowsee auf Anerkennung als Erholungsort für Caputh und Ferch ohne Einschränkungen. Aber auch für Geltow schätzen die Wetterforscher ein, dass im weitaus größten Teil des Ortes einschließlich seiner touristischen Anziehungspunkte die Luftqualität für einen Erholungsort gegeben ist.

Das Restrisiko für Schwielowsee bleibt allerdings die Bundesstraße 1 durch Geltow. An den unmittelbar angrenzenden Bereichen der vielbefahrenen Straße können die Abgase der Autos zeitweise für Kur-und Erholungsorte kritische Werte erreichen oder Grenzwerte sogar überschreiten, heißt es in dem Gutachten. Allerdings hätten hohe Luftverunreinigungen nur eine kurze Reichweite und nähmen abseits der Straße schnell ab. Außerdem sei Geltows Ortsdurchfahrt ohnehin touristisch uninteressant und nur ein geringer Teil des Gemeindegebietes.

Das Gutachten des Deutschen Wetterdienstes gehört ebenso zu den Pflichtunterlagen für den Antrag auf das Prädikat, wie Schwielowsees Erholungsort-Entwicklungskonzeption. Mit ihr befasste sich der Hauptausschuss in seiner jüngsten Sitzung, um den touristischen Leitfaden der Gemeindevertretung zum Beschluss am 14. Oktober vorschlagen zu können.

Auch wenn Ausschussmitglied Roland Büchner nach wie vor die Eile des Antrags nicht versteht, gestand er jedoch ein, dass Diplombetriebswirt Matthias Wedepohl eine fundierte Arbeit vorgelegt hat. Büchner ärgert aber, dass der Großteil der touristischen Anbieter in Schwielowsee, die sich nicht dem Fremdenverkehrsverein angeschlossen haben, von dessen Konzeption profitieren wird. Man hätte erst möglichst alle Hotels, Pensionen und Restaurants in den Verein holen sollen, bevor man sich um das Prädikat bemüht, meint Büchner. Auch die Aufstellung zweier öffentlicher Toiletten sei eine Fehlinvestition. Statt dessen sollte lieber mit den Gastwirten vereinbart werden, dass Touristen deren WCs auch ohne Bestellzwang, aber gegen eine Gebühr benutzen können. Schließlich verdienten die Gaststätten am Tourismus, argumentiert Büchner.

Nach dem mehrheitlichen Beschluss der Gemeindevertretung will Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) die Antragsunterlagen am nächsten Tag dem Landesfachbeirat übersenden. Dieser würde sich Anfang Dezember mit dem Antrag beschäftigen, sagt Hoppe. Nach nochmaligem Rundgang des Beirates durch Schwielowsee im Frühjahr 2010 könnte der Gemeinde dann im Sommer das Prädikat „Anerkannter Erholungsort“ verliehen werden. (Von Heinz Helwig)

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5. Oktober 2009 at 7:28 AM

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ORTSENTWICKLUNG: Caputher warten auf den Supermarkt

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(Märkische Allgemeine Zeitung)

SPD warnt allerdings vor „Schnellschuss“

CAPUTH – Ein weiterer Einkaufsmarkt in Caputh-Mitte sollte von den Schwielowseer Gemeindevertretern unterstützt werden. Dies empfiehlt mehrheitlich der Hauptausschuss, dessen Mitglieder am Mittwoch über das Projekt diskutierten. Bislang ist eine Edeka-Filiale das einzige größere Lebensmittelgeschäft im Ort. Seit einiger Zeit interessiert sich auch die Netto-Kette für eine Ansiedlung (MAZ berichtete).

Für die Caputher gäbe es seit Jahren kein anderes Thema, als den Wunsch nach einem Discounter, begründete Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) den dringenden Bedarf einer solchen Einrichtung. Mit einem beschleunigten Genehmigungsverfahren soll das Vorhaben deshalb möglichst rasch umgesetzt werden. Gleichzeitig soll diese Ansiedlung weitere Investoren ermutigen, sich an der Neugestaltung des verwaisten Gartenbaugeländes an der Friedrich-Ebert-Straße zu beteiligen.

Gegen das Projekt macht eine Blütenviertel GbR mobil, die allerdings das Areal gern selbst bebauen würde – nur ohne den Supermarkt. Auch die SPD-Fraktions- und Ortsvorsitzende Heide-Marie Ladner warnte im Hauptausschuss vor einem „Schnellschuss“. Das angestrebte Genehmigungsverfahren sei „rechtlich nicht unproblematisch“, behauptete sie. Die „Beliebigkeits- bzw. Schubladenarchitektur“, auf die die Discounter wegen des gewollten Wiedererkennungswertes setzen, schade dem sensiblen Bereich mit Schloss, Kirche und Caputher See. Darum könne sie dem Supermarkt in der Gemeindevertretersitzung am 14. Oktober nicht zustimmen, kündigte Heide-Marie Ladner an.

Auch andere Hauptausschussmitglieder, wie HeikoHüller (FDP) oder Jürgen Scheidereiter (Bürgerbündnis Schwielowsee) lehnten einen Schubladen-Bau ab. Sie hoffen aber, dass eine mittlerweile tätige Arbeitsgruppe aus Vertretern des Caputher Ortsbeirates und des Infrastrukturausschusses die Bauform und die Fassadengestaltung maßgeblich beeinflussen kann. Netto wäre bereit, sich der Ortsgestaltung anzupassen, sagte Hoppe. (Von Heinz Helwig)

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2. Oktober 2009 at 2:19 PM

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