Caputh – Presseblog

Das scheibt die Presse über Caputh

Archive for November 2009

PARTY: Sanfter Rock zum Kuscheln Verein „CoolTour’05“ in Caputh lädt „The Pauls“ und „Blind Man’s View“ in Jugendclubs ein

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(Märkische Allgemeine Zeitung)
SCHWIELOWSEE – Die Fans von „The Pauls“ und „Blind Man’s View“ werden sich freuen. Am Sonnabend starten die Musiker der Treuenbrietzener Band „Blind Man’s View“ ihre winterliche Clubtour mit neuer Besetzung am Schlagzeug. Erste Station ist der Jugendclub Caputh. „Wir wollen alle Menschen mit unserer Musik erreichen, auch die ganz jungen“, sagt Frontsänger Marcel. Zudem will man das kulturelle Angebot des Jugendclubs erweitern, sollen Clubmitglieder die Möglichkeit haben, ihre Stars hautnah zu erleben und näher kennenzulernen.

Auf die Beine gestellt hat die Tour der Verein CoolTour’05 e.V., der sich neben dem Hauptprojekt „Rock in Caputh“ auch der Förderung regionaler Künstler widmet und soziale Einrichtungen unterstützt. „Die Organisation erfolgt völlig ehrenamtlich und dient keinem kommerziellen, sondern einem gemeinnützigen Zweck“, sagt Julia Ettlinger vom Caputher Verein. Dennoch gebe es für alle Beteiligten Vorteile, denn die Jugendclubs könnten ihr Programm durch ein Konzert im eigenen Haus erweitern. „Die Künstler selbst erreichen ein junges Publikum und damit neue Fans. Und nicht zuletzt gibt es auch eine intensive Zusammenarbeit zwischen Künstlern, Veranstaltern und Institutionen“, sagt Ettlinger. Neben der Auftaktveranstaltung in Caputh sind schon weitere Termine im Jugendclub Geltow und im Jugendclub Ferch geplant. Weitere Orte sollen im Laufe der nächsten Wochen noch dazukommen. Zudem gibt es eine zweite Bandtour mit „The Pauls“. Die Brandenburger Rock-Pop-Band möchte sich ebenfalls für die jugendliche Kultur engagieren und weitere Fans erobern.

Zur Auftaktveranstaltung im Jugendclub Caputh können sich die Gäste auf sanften Rock, der genug Schwung zum Tanzen hat, freuen. „Dabei ist der Band ein aktives Publikum, das dann auch die weiteren Konzerte besucht, am liebsten,“ sagt Ettlinger.

Blind Man’s View, 28.11, 20 Uhr, Jugendclub Caputh, Straße der Einheit 3, 12.12. Jugendclub Ferch, The Pauls, 19.12. Jugendclub Ferch, 16.01. Jugendclub Geltow, www.rockincaputh.de. (MAZ)

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27. November 2009 at 10:32 AM

Veröffentlicht in Märkische Allgemeine Zeitung

Mehr Urlauber am Schwielowsee

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(Potsdamer Neueste Nachrichten)
Dennoch gibt es Kritik an der Arbeit des Schwielowsee Tourismus e.V. (26.11.09)

Schwielowsee – Schwielowsee wird bei Urlaubern immer beliebter: Die Auslastung der Hotels, Pensionen, Campingplätze und Privatvermieter ist in diesem Jahr auf 61,3 Prozent gestiegen, 2008 lag sie bei 58,1 Prozent. Die Aufenthaltsdauer stieg von 2,8 auf 3 Tage. Diese vorläufigen Zahlen nannte Christoph Hoffmüller, Vorstandsmitglied im Schwielowsee Tourismus e.V., am Dienstagabend im Tourismusausschuss. „Die Bemühungen des Vereins und der Gemeinde tragen die ersten Früchte“, so Hoffmüller. Eine ähnliche Steigerung habe es im vorigen Jahr nicht gegeben. Die Vereinsstatistik klingt allerdings etwas optimistischer als die Landesstatistik, in der nur Beherbungsstätten mit über acht Betten erfasst werden: Dort betrug die Aufenthaltsdauer in Schwielowsee 2008 im Schnitt nur 2,2 Tage.

Im Fremdenverkehrsverein sind 9 Hotels, 8 Pensionen, 4 Campingplätze, 81 Privatvermieter und weitere Tourismuunternehmer organisiert. In seiner Jahresbilanz sprach Hoffmüller vom neuen Schwielowseeboten, den die Vermieter jetzt wöchentlich erhalten. Dort sind für die Gäste aktuelle Veranstaltungen und Aktivitäten aufgelistet. Demnächst geht der neue Internetauftritt online. Zudem war der Verein in diesem Jahr wieder auf zahlreichen Reisemessen präsent. Im nächsten Jahr sind Auftritte unter anderem in Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt (Main) und erstmals in Stuttgart geplant.

Gemeindevertreter Dietrich Kalicki (Linke) zeigte sich verwundert, warum der Verein nicht auch in Dresden oder Leipzig um Gäste wirbt. Kalicki betrieb bis zur Wende ein Ferienobjekt und erinnerte daran, dass vor 1989 jährlich 30 000 Gäste nach Caputh kamen. „Leute aus Sachsen, Thüringen oder Sachsen-Anhalt, die heute 35 Jahre alt sind, haben als Kind im Caputher Strandbad gespielt. Das sind Erinnerungen, die man wieder hochholen sollte.“ Gemeindevertreter Heinz Ofcscarik kommentierte trocken: „Die konnten damals ja auch nicht woanders hin.“ Christoph Hoffmüller betonte derweil, dass man in den vergangenen Jahren auch in ostdeutschen Städten gewesen sei. „Dort sind wir bekannt und müssen keine Reklame mehr machen.“

Kritisch wurden in der Sitzung die drei Informatoren diskutiert: An den im öffentlichen Raum aufgestellte Computerterminals können seit einigen Wochen rund um die Uhr Zimmer und touristische Leistungen gebucht werden. Die Gemeinde hatte die neue Technik mit 11 000 Euro bezuschusst, doch nur 28 touristische Anbieter sind dort gelistet. Die anderen scheuen die Nutzungsgebühr, die zwischen 80 und 180 Euro liegt. Gemeindevertreter Reinhard Gertner (BBS), der in Geltow ein Garni-Hotel betreibt, sprach von einem „gestrigen System“. „Die Leute wissen vorher wo sie hinwollen und buchen im Internet.“ Christoph Hoffmüller, der selbst Gästezimmer vermietet, widersprach: Er habe bereits mehrere Gäste über die Informatoren bekommen. „Einmal blieben Skandinavier auf der Durchreise für drei Tage.“ Henry Klix

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26. November 2009 at 11:24 AM

Veröffentlicht in Potsdamer Neueste Nachrichten

Frühstück im Brauhaus

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(Potsdamer Neueste Nachrichten)

Baubeginn für Caputher Hotelprojekt am Schloss Caputh nächstes Jahr geplant (21.11.09)

Schwielowsee – Neben dem Kavalierhaus soll es im Schlosspark Caputh bald ein zweites kleines Hotel geben: Im Brauhaus am Caputher Schloss sollen im kommenden Jahr die Bauarbeiten für ein Garni-Hotel beginnen. Das kündigte der beauftragte Architekt Eberhard Hummel gestern an. Der Bauantrag sei bereits vor einem Jahr gestellt worden, inzwischen sei man sich mit Bauaufsicht und Denkmalpflege weitgehend einig. Einige Unterlagen seien noch nachzureichen. „Ich hoffe, dass wir im Frühjahr die Baugenehmigung bekommen“, so Hummel gegenüber den PNN.

Investor ist der Beelitzer Bauunternehmer Thomas Schielicke, der das Brauhaus schon vor fünf Jahren von der Gemeinde gekauft hatte. Er nannte das Hotelprojekt gegenüber den PNN „meinen Beitrag zum Konjunkturprogramm“. Das Frühstücks-Hotel im Landhausstil solle in der Drei-Sterne-Kategorie angesiedelt werden. Einige Sicherungsarbeiten waren bereits durch die Gemeinde Schwielowsee erfolgt. Früher befand sich hier der Jugendklub, der inzwischen im neuen Bürgerhaus auf der anderen Straßenseite untergekommen ist. Einer der Gründe für dessen Umzug: die massiven Auflagen des Denkmalschutzes.

Mit dem Hotel bleibe die Kubatur des denkmalgeschützten Brauhauses erhalten, alte Tür- und Fensterröffnungen würden wieder hergestellt und neu eingebaute verschlossen, sagte Architekt Hummel. Einzige äußerlich sichtbare Änderung ist ein kleiner Frühstücksraum im Eingangsbereich, der als Wintergarten an eine Mauer angefügt wird. Auch alte Innenwände könnten bestehen bleiben, die Schwarze Küche soll sichtbar bleiben und der Schornsteinschacht in ein Treppenhaus einbezogen werden.

Während im Erdgeschoss acht Hotelzimmer eingerichtet werden, sind im Dachgeschoss zwei Wohnungen geplant. „Wir sind damit den Wünschen der Schlösserstiftung und der Denkmalpflege weitgehend gefolgt“, sagte Hummel. Letzter Knackpunkt sind zwei Türen am Parkgiebel des Brauhauses, die für Fluchtwege benötigt werden. Früher waren hier nur Fenster, die aber nach unten aufgezogen werden sollen. Hummel betonte, dass die Türen in einer mittlerweile verjährten, von der Gemeinde beantragten Baugenehmigung schon mal genehmigt wurden. „Wir werden auf diese Fluchttüren bestehen müssen“, sagte Hummel.

Roland Schneider vom Landesamt für Denkmalpflege äußerte sich gestern abwartend: „Der Giebel mit zwei Glastüren ist untypisch für ein Wirtschaftsgebäude.“ Gleichwohl wolle man nach Möglichkeiten suchen, das Projekt umzusetzen. Das Brauhaus wurde 1744 erstmals erwähnt, mit dem Logierhaus und den dazwischen liegenden Stallungen bildet es den dreiseitigen Wirtschaftshof des Schlosses Caputh. Das Logierhaus gehört der Schlösserstifung, die Stallungen dem Eigentümer des Kavalierhauses, das – mitten im Schlosspark gelegen – vor sieben Jahren zum Restaurant mit Pension umgebaut wurde. Dessen Zimmerkapazitäten sind im Verhältnis zu den Tagungsräumlichkeiten zu klein. Henry Klix

Quelle

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21. November 2009 at 11:48 AM

Veröffentlicht in Potsdamer Neueste Nachrichten

BAUEN: Caputher dulden umstrittene Turmvilla Gemeinde will Bauruine vermeiden

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(Märkische Allgemeine Zeitung)

CAPUTH – Für den umstrittenen Turmbau am Ortseingang von Caputh hat der Infrastrukturausschuss der Gemeinde Schwielowsee am Dienstagabend grünes Licht gegeben. Die Gemeinde Schwielowsee hatte bereits vor Monaten gegen den voluminösen und hohen Bau am Ufer der Havel in der Potsdamer Straße geklagt, aber den Prozess verloren, weil die Richter den Bau im Innenbereich für vertretbar hielten. Die Bauherren, zwei Architekten aus Kassel, bekamen 2006 vom Kreis auch die Baugenehmigung und begannen ihre „moderne“ Traumvilla zu bauen.

Ein Baustopp vom Landkreis, der Vorgaben unter anderem zur Bauhöhe in der Genehmigung vom Kreis nicht eingehalten sah, verhinderte, dass die Villa bisher vollendet werden konnte. Ohne das Einvernehmen mit der Gemeinde wollte der Kreis den Baustopp nicht aufheben und „schob der Gemeinde den schwarzen Peter zu“, wie es der Ausschussvorsitzende Holger Teichmann am Dienstagabend nannte. Teichmann empfahl, den Bau zu dulden, denn der Bauherr hatte vor Gericht gewonnen, so dass ein weiterer Widerstand in der Gemeinde eine Bauruine am Ortseingang von Caputh die Folge sein könnte, die nach einem Gerichtsurteil dann aber doch weiter gebaut werden könnte. Dem stimmten die Abgeordneten vom Grundsatz her zu. Reinhard Gertner (BBS) ist sogar überaus begeistert von dem geschmackvollen Wohn- und Geschäftshaus, wie er dem Bauherren am Dienstag versicherte.

Architekt Georg Freiherr von Willisen hatte zuvor den Abgeordneten im Infrastrukturausschuss seinen Leidensweg als Bauherr in Caputh beschrieben. „Wir haben auch Fehler gemacht“, räumte von Willisen ein. Man habe notwendige Veränderungen zum Beispiel bei der Turmhöhe um 40 Zentimeter nicht fristgemäß der Baubehörde als Nachtrag gemeldet. „Aber wir haben nach Forderungen des Bauamtes der Gemeinde die Fenster verändert und verzichten auch auf Brüstungen aus Glas. Und wir pflegen inzwischen auch gute Kontakte mit den Nachbarn und anderen Caputhern. Dies konnte den sachkundigen Bürger Thomas Dallorso (BBS) nicht beeindrucken. Er sprach sich gegen den massiven Bau aus, der nach seinen Worten weiteren Caputhern missfällt. (R. Gr.)

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19. November 2009 at 10:41 AM

Veröffentlicht in Märkische Allgemeine Zeitung

1200 neue Wohnungen Planung Schwielowsee will kräftig wachsen / Einige Lauben sollen legalisiert werden

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(Märkische Allgemeine Zeitung)

SCHWIELOWSEE – Anders als das Land Brandenburg und der Landkreis Potsdam-Mittelmark erwartet die Gemeinde Schwielowsse, dass ihre Einwohnerzahl weiter wächst. „Im Gegensatz zu vergangenen Prognosen, die für uns eine geringere Einwohnerzahl voraussagten, rechnen wir im Jahr 2025 mit 11 000 Einwohnern, das sind annähernd 1100 mehr als jetzt“, sagt Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) der MAZ. Bereits in den vergangenen sechs Jahren sei die Gemeinde um annähernd 800 Einwohner gewachsen. Weil viele Familien zugezogen sind, muss die Gemeinde kurzfristig 40 neue Kita-Plätze in gemieteten Containern einrichten, bevor dann in zwei Jahren die neue Kita finanziert und gebaut werden kann. Um die Versorgung zu verbessern, unterstützt die Gemeinde die Ansiedlung eines Supermarktes (MAZ berichtete).

„Der Bevölkerungszuwachs ist auch die Grundlage unserer Flächennutzungsplanung. Das heißt, wir rechnen mit einem Wohnungsbedarf von 1180 Wohnungen bis 2025 – oder annähernd 70 im Jahr“, sagt Hoppe. Darum sind im jetzigen Entwurf für den Flächennutzungsplan auch 330 Hektar als Fläche für 1300 Wohnungen vorgesehen. Dabei sind bereits 326 Wohnungen und Eigenheime, davon allein 149 in Geltow, in Bebauungsplänen vorgesehen aber noch nicht realisiert. 480 Wohnungen könnten in Baulücken, auf kleinen Brachen und durch Umnutzung von Nebengebäuden entstehen. In Wochenendhausgebieten und bisher nicht genutzten Flächen will die Gemeinde, wo es die Lage und Erschließung zulassen, 350 Wohnflächen sichern und schaffen. Bereits in den vergangenen Monaten hatten Bürger immer wieder darauf gepocht, dass die Gemeinde mit ihrer Planung jahrelanges Wohnrecht von Bürgern sichert, damit sie ihre Häuschen im jetzigen Außenbereich nicht verlieren.

200 Wohnungen auf neuen Bauflächen erwartet man im Rathaus, so an der Michendorfer Chaussee in Caputh und am nördlichen Moosweg in Geltow. Dies setzt aber voraus, dass die neuen Gebiete auf 20,5 Hektar, die bisher auch landwirtschaftlich genutzt oder im Landschaftsschutzgebiet liegen, vom Ministerium ausgegliedert werden. Dies betrifft laut Planentwurf der Gemeinde 43 Flächen, für welche Anfragen auf Ausgliederung beim Ministerium gestellt wurden.

Über den Entwurf zum Flächennutzungsplan wird jetzt in der Gemeinde beraten, bevor am 16. Dezember die Abgeordneten darüber entscheiden. (Von Regine Greiner)

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17. November 2009 at 10:49 AM

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Vorbildlicher sozialistischer Betrieb

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(Potsdamer Neueste Nachrichten)
Von Josef Drabek
„Vorbildlicher sozialistischer Betrieb“
In Caputh gründete sich einst die erste Gärtnergenossenschaft der DDR (04.11.09)

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Schwielowsee – Seit Jahren liegt die Gewächshausbrache am Schmerberger Weg brach, jetzt soll sie mit Handel und Wohnen zum neuen Ortsteil ausgebaut werden. Auf dem zukunftsträchtigen Caputher Areal wurde DDR-Geschichte geschrieben: Die Gärtnerischen Produktionsgenossenschaft (GPG) Havelobst war hier 1957 die erste ihrer Art und entwickelte sich – trotz vieler Probleme – bis 1990 recht gut. Der Obstbau hatte in Caputh eine lange Tradition, in den 30er Jahren wurden hier 150 Obstzüchter gezählt. Nach dem Krieg erhielten viele Einwohner Bodenreformland aus dem Besitz des Herrn von Willich, auch das betreffende Gelände zwischen Asternweg, Am Caputher See und Schmerberger Weg.

Mitte der 50er Jahre waren im Ort 331 Obst- und Gartenbaubetriebe mit 350 Hektar Land registriert. Am 17. Oktober 1957 gründeten sieben von ihnen die GPG Havelobst – noch bevor der Ministerrat ein Musterstatut beschlossen hatte. Die „werktätigen Gärtner“ brachten ihr Land ein, um gemeinsam zu produzieren. Im Gründungsprotokoll heißt es: „Die Mitglieder stellen sich die Aufgabe, einen vorbildlichen sozialistischen Betrieb aufzubauen und ihre ganze Kraft für die schnelle Entwicklung der Produktion einzusetzen.“

Im Ort wurde für neue Mitglieder agitiert, besonders ältere Obstzüchter verweigerten den Beitritt. Viele waren skeptisch. So schrieb die Caputher Chronistin Inge Dallorso, deren Eltern Obstbauern waren, über die ersten GPG-Mitglieder: „Sie waren keine Obstfachleute … Wie sollte das ohne Erfahrungen im Obst- und Gemüsebau funktionieren?“ Walter Krüger, späterer Brigadeleiter, erinnerte sich: „Für mich war es damals nicht so leicht, als selbständiger Gärtnereibesitzer den Weg vom Ich zum Wir zu gehen.“ Als werbewirksam erwies sich, dass die GPG die Kosten für Wasser, Strom und Gas übernahm, eine geregelte Arbeitszeit sicherte und Ferienaufenthalte ermöglichte.

Die Genossenschaft begann mit acht Hektar Ödland. Um Startkapital zu erwirtschaften, wurden 1959 rund 5000 Enten und Hühner gehalten. Im gleichen Jahr erhöhte sich die Mitgliederzahl auf 16, die genossenschaftliche Fläche auf 20 Hektar. Es entstanden Bewässerungsanlagen, drei Glashäuser und 800 Quadratmeter Frühbeetkästen. Nachdem bis 1961 die Mitgliederzahl auf 61 gestiegen war, erfolgte 1968 die Fusion mit der 1958 gegründeten GPG Aufstieg Geltow zur „GPG Aufstieg Geltow-Caputh“. Sie produzierte Ende der 80er Jahre auf einer Fläche von fünf Hektar unter Glas und Folie vor allem Gurken, Tomaten, Salat und Petersilie, Edelnelken und Rosen. 1976 bildete sie mit GPGen und Volkseigenen Gütern in Alttöplitz, Derwitz, Potsdam und Werder sowie der Absatzorganisation „Potsdamer Blumen“ die Zwischenbetriebliche Einrichtung „ZBE Gewächshauswirtschaft Werder“, ab 1985 LPG, die bis zu 30 Geschäfte belieferte.

Während der GPG-Jahre änderte sich auch manche Flächennutzung: Auf dem Gelände der Geflügelzucht am Schmerberger Weg wurde ein Urlauberobjekt errichtet. Die Apfelplantage an der Michendorfer Chaussee wurde Fußballplatz. Am Schmerberger und Spitzbubenweg entstanden Bungalows, auf Bodenreformland am Weinberg und Mühlenfeld Eigenheime. Zur Wende waren im Betriebsteil Caputh 45 Leute beschäftigt – 12 davon als Heizer! Nicht zuletzt wegen des maroden Heizhauses reifte 1990 der Entschluss, die Produktion einzustellen. Am 1. August 1990 schloss Betriebsteilleiter Horst Silbernagel das Areal zu. Die Treuhand übernahm das Bodenreformland. Die Potsdamer Blumen e.G. in Geltow hat als früherer Partner die Wende überstanden.

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4. November 2009 at 1:34 PM

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