Caputh – Presseblog

Das scheibt die Presse über Caputh

Archive for Januar 2010

TOURISMUS: Stabile Zahlen für Schloss Caputh

leave a comment »

(Märkische Allgemeine Zeitung)

Leichte Steigerung bei Besucherzahlen / Gemeinde will verstärkt in Berlin werben

CAPUTH – Die Besucherzahlen im Schloss Caputh sind laut Schwielowsees Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) stabil geblieben. Hatten im Jahr 2008 rund 20 000 Menschen das historische Gebäude am Templiner See besichtigt, so seien es im vergangenen Jahr etwa 21 000 gewesen, sagte Hoppe gestern auf Anfrage.

Die Bilanz für das Schloss Caputh steht damit gegen den Trend, den die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten kürzlich öffentlich gemacht hatte. Danach haben insbesondere die Potsdamer Schlösser unter einem Besucherrückgang zu leiden. Steigerungen gebe es dagegen in den Berliner Einrichtungen der Stiftung wie dem Charlottenburger Schloss.

Stagnierende oder rückläufige Besucherzahlen für die Schlösser in Potsdam und Umland haben für den Sprecher der Schlösserstiftung, Ulrich Henze, mit dem veränderten Reiseverhalten zu tun. „Wir haben in Brandenburg besonders von Gruppenreisen profitiert, diese sind aber insgesamt rückläufig.“ Dagegen gebe es einen starken Trend zum Individualtourismus, der in Berlin einen regelrechten Boom erlebe. „Es ist uns aber noch nicht gelungen, genügend Einzelreisende von Berlin nach Potsdam und weiter ins Umland zu locken“, so Henze.

Die Stiftung will nun gegensteuern. „Bereits seit der zweiten Hälfte des Jahres 2009 läuft eine Werbekampagne für die Potsdamer Schlösser in Berlin.“ Die Stiftung sei auf den Flughäfen präsent, Plakataktionen gebe es auf Bussen und an Haltestellen.

Schwielowsees Bürgermeisterin Hoppe setzt ebenfalls auf gezielte Werbung, um Gäste nach Caputh, Ferch und Geltow zu locken. Der erstmals erschienene Kulturkalender 2010 werde auch in Berlin ausgelegt, außerdem seien jetzt die Autobahnschilder aufgestellt worden. Auf den Hinweistafeln an der A 9 bei Beelitz und der A 10 bei Werder wirbt die Gemeinde mit dem See und auch mit dem Abbild des Schlosses. „Das zeigt, wie wichtig dieses Gebäude in unserem Tourismuskonzept ist“, so Hoppe. (Von Jürgen Stich)

Written by caputh

30. Januar 2010 at 1:59 PM

Veröffentlicht in Märkische Allgemeine Zeitung

SAMSTAGSINTERVIEW: Die hohe Kunst des Baumfällens

leave a comment »

(Märkische Allgemeine Zeitung)

Oliver Dossow trainiert Deutschlands Waldarbeiter-Nationalteam im Umgang mit der Säge

Oliver Dossow fällt weltmeisterlich Bäume. In seiner Heimat Wilhelmshorst gelten Bäume allerdings als heilig. Mit dem Kettensägenvirtuosen sprach Jens Steglich über Ehrfurcht vor alten Bäumen und Fehler der Ordnungsämter.

MAZ: Sind Sie ein Naturliebhaber?

Oliver Dossow: Ja.

Warum fällen Sie dann Bäume?

Dossow: Es gehört zum Kreislauf der Natur, dass man Bäume pflanzt und fällt. Die hohe Kunst ist es, den alten Baum so zu fällen, dass nichts kaputt geschlagen wird und die jungen Bäume unter ihm mehr Licht und damit bessere Lebenschancen bekommen. Es ist ja auch eine Disziplin bei Wettkämpfen, so zielgenau zu fällen, dass Neupflanzungen keinen Schaden nehmen. Das Fällen ist aber nur ein Teil der Arbeit. Dass erste, was ein Forstwirt lernt, ist das Pflanzen von Bäumen. Es gilt das Credo, mehr Bäume zu pflanzen als zu fällen. Und Holz wird gebraucht – in der Möbel- und Papierindustrie oder als Brennstoff. Holz ist der einzige CO2-neutrale Brennstoff. Was beim Verbrennen freigesetzt wird, hat der Baum vorher der Luft entnommen.

Was ist ein Baum für Sie – ein Sportgerät, ein Kontrahent, den man besiegen will, oder ein Naturwesen?

Dossow: Ein Naturwesen. Bei Waldarbeitern ist es ähnlich wie bei einem Bauern, der seine Äcker bestellt und später erntet, was er gesät hat. Bei uns ist nur das Zeitverhältnis verschoben: Wir ernten, was unsere Großväter gepflanzt haben und müssen dafür sorgen, dass unsere Enkel noch etwas ernten können.

Was denkt man, wenn man einen 80 Jahre alten Baum in 80 Sekunden zu Fall bringt?

Dossow: Er hat sein Leben gelebt. Wenn er gefällt ist, schaut man sich die Jahresringe an und guckt, ob er gesund ist. Man denkt zum Beispiel daran, dass er gute Kanthölzer gibt oder Bohlen für Fensterrahmen. Und man freut sich, dass er alle Stürme überstanden hat und gesund geblieben ist. Im Revier bei Krampnitz haben wir Eichen geschlagen, die 250 Jahre alt waren. Die wurden auf dem Wertholzplatz versteigert, ein Stamm brachte 2800 Euro. Wenn man solche Bäume stehen lässt, würden sie irgendwann faulen.

Ehrfurcht spielt keine Rolle? Die 250 Jahre alten Eichen gab es schon, als hierzulande noch Friedrich der Große regierte.

Dossow: Wir beteiligen uns in Brandenburg an dem EU-Projekt „Methusalem“. Es sieht vor, einzelne alte Bäume stehen zu lassen. Sie dürfen uralt werden und im Wald zusammenbrechen. Hier kommt Ehrfurcht zum Ausdruck. Diese Bäume werden vom Revierförster ausgewählt, bekommen eine Plakette und bleiben bis an ihr natürliches Ende stehen – unter ihnen 300 Jahre alte Buchen.

Wie schnell muss man einen Baum fällen, um Weltmeister zu werden?

Dossow: Die Schnelligkeit ist nur ein Kriterium, wichtiger noch ist die Genauigkeit. Die Zielfällung ist die Königsdisziplin bei Wettkämpfen. Man hat drei Minuten Zeit, muss den Baum aber möglichst so fällen, dass er einen Pflock trifft und in die Erde rammt. Das schaffen nur wenige.

Sie haben es oft geschafft, wurden zwei Mal deutscher Meister und sechs Mal Meister in Brandenburg. Wie aber kann ein Brandenburger die erste Waldarbeiter-Landesmeisterschaft von Nordrhein-Westfalen gewinnen?

Dossow: Es war nach der deutschen Einheit die erste Landesmeisterschaft im Westen. In der DDR gab es solche Wettkämpfe schon vorher. Ich habe zu der Zeit meine Meisterausbildung in Nordrhein-Westfalen gemacht. Bei den Landesmeisterschaften 1991 gab es keine Gästeklasse. Ich hatte die meisten Punkte, und so mussten sie einen Brandenburger zum NRW-Meister küren. Danach gab es Gästeklassen, um so etwas künftig zu verhindern.

Wie geht es dem märkischen Wald?

Dossow: Ihm ging es schon schlechter. Die Kiefer als dominierender Baum in Brandenburg kann sich mit klimatischen Extremen besser arrangieren, kommt mit Sommerhitze besser klar als Eiche und Buche.

Sie wohnen in der „Waldgemeinde“ Wilhelmshorst. Holzfäller sind dort nicht gern gesehen. Werden Sie im Ort noch gegrüßt?

Dossow: Ich werde nicht nur gegrüßt, es wird auch meine Hilfe in Anspruch genommen. Zum Beispiel für Sicherheitsschnitte an beschädigten Baumkronen. Die Leute wissen, dass ich nicht einfach so einen Baum fälle. Und sie wissen, dass ich manche Entscheidung der Ämter kritisch sehe. Wenn etwa in Wilhelmshorst für eine Erdwärmeheizung alle Bäume auf einem Grundstück gefällt werden, hat das mit Ökologie nicht viel zu tun. In einer Waldgemeinde sollte so etwas verboten sein. Die Grundstücke sind groß genug, um Bäumen Platz zu bieten. Und wer eine Erdwärmeheizung haben will, muss eine Tiefenbohrung machen, um flächendeckende Abholzungen zu vermeiden.

Baumfällungen und Pflegeschnitte, die Krüppel hinterlassen, sorgten immer wieder für Unmut. Was würden Sie anders machen, wenn Sie Ordnungsamtsleiter wären?

Dossow: Ich würde mir die Baumpflege-Firmen genau angucken, die da zum Einsatz kommen. Die Kommune sollte Qualitätsnachweise von ihnen verlangen.

Für Wilhelmshorst wird ein neuer Baumschutzbeauftragter gesucht – ein Job für Sie?

Dossow: Es würde sich beißen mit meiner jetzigen Tätigkeit. Ich bin ja als Forstwirt in der Baumpflege tätig.

Was hat Sie in den Wald gezogen?

Dossow: Ich bin in Wilhelmshorst mit Bäumen aufgewachsen. Für mich war klar, dass es ein Beruf im Freien sein muss. Ich habe mich für die Forst entschieden und es nicht bereut. Bäume bestimmen auch meine Freizeit. Es fasziniert mich, aus runden Stämmen etwas zu errichten. Ich habe mir zum Beispiel in Wilhelmshorst ein Blockhaus aus selbstgefällten Bäumen gebaut.

Das waren aber keine Kiefern aus Wilhelmshorst?

Dossow: Die Bäume standen im Forstrevier Caputh. Unter den 100-jährigen Kiefern haben sich 50-jährige Buchen gefreut, dass sie jetzt mehr Licht haben.

Written by caputh

30. Januar 2010 at 1:56 PM

Veröffentlicht in Märkische Allgemeine Zeitung

Abschied vom Netto im Blütenviertel

leave a comment »

(PNN)

Geschickter Schachzug: Blütenviertel GbR ist jetzt Miteigentümer der Caputher Gewächshausbrache

Schwielowsee – Netto ade: Aus der Gewächshausbrache mitten in Caputh könnte nun doch noch eine innovative Ökosiedlung, ein „Blütenviertel“ werden. Die Blütenviertel GbR ist jetzt Miteigentümer des Areals. Der potenzielle Investor, die Concept Immobilien GmbH aus Hamburg, hat mit gut zweieinhalb Jahren vielleicht zu lange mit dem Erwerb gewartet: Die Concept-Pläne für einen Lebensmittel-Discounter dürften der Vergangenheit angehören, auch der Neubau einer klassischen Eigenheim-Anlage ist dank neuem Verhandlungspartner in weite Ferne gerückt: Eine Zahlungsfrist zwischen den beiden Eigentümern des fünf Hektar großen Areals, der bundeseigenen Bodenverwaltungs- und -verwertungs GmbH (BVVG) und der Potsdamer Blumen e.G., war zum Jahreswechsel nach dreifacher Verlängerung abgelaufen – mit bitteren Folgen für die Hanseaten.

Im Zuge der Ausschreibung hatte die BVVG zugesagt, die Fläche bis 31. Dezember 2009 verkauft zu haben und die Genossenschaft auszuzahlen. „Ich glaube nicht mehr, dass die Concept Immobilien tatsächlich kaufen will“, sagte Potsdamer-Blumen-Geschäftsführerin Katrin Jeschonek gestern auf Anfrage. Auch das Vertrauen in die BVVG sei mit den Jahren gesunken. Die Genossenschaft habe deshalb ihren Grundstücksanteil, nämlich die komplette Gebäudesubstanz, an einen „Bürgerfonds“ der Caputher Blütenviertel GbR verkauft, die seit einem dreiviertel Jahr eine städtebaulich ansprechendere und ökologisch orientierte Lösung für das Areal in Schlossnähe fordert.

„Der Planungshorizont ist wieder völlig offen“, sagte Blütenviertel-Geschäftsführer Andreas von Zadow. „Wir können nun zusammen mit Fachleuten und Interessenten aus dem Ort für eine qualitätsvolle Stadtentwicklung in der sensiblen Ortsmitte kämpfen.“ Die Blütenviertel GbR wolle als Entwicklungsträger tätig werden. Im ersten Schritt sollen Investoren gesucht werden – für ansprechende Häuser, eine Kita, Praxen oder kleine Läden, die ins Zentrum passen. Die Fläche soll mithilfe einer Bürgerfonds KG gekauft und in einer Perspektivwerkstatt entwickelt werden, an der sich die Caputher beteiligen können. Von Zadow geht davon aus, dass die BVVG den Kaufpreis korrigiert, sobald ein Bebauungsplan vorliegt. „Nur durch den Preispoker kam es dazu, dass ein Investor gleich neben dem Schloss ein überdimensioniertes Einzelhandelszentrum plante.“

Erst im Herbst hatten die Hamburger Investoren – nach massivem Druck aus dem Rathaus – Pläne für einen Netto-Discounter vorgestellt, mit dem im Frühjahr endlich der „Startschuss“ für das Baugebiet fallen sollte. Später sollten mit einer Drogerie, einer Sparkasse, einem Getränkemarkt und einem Textildiscounter weitere Geschäfte an der Straße der Einheit folgen, das Hinterland sollte für Einfamilienhäuser parzelliert werden. Die Blütenviertel GbR hatte die Pläne als „phantasielos“ gegeißelt, jetzt hält sie einen wichtigen Trumpf in der Hand.

Bürgermeisterin Kerstin Hoppe zeigte sich geschockt von der Entwicklung: „Wir stehen wieder ganz am Anfang.“ Sie appellierte an die BVVG und die Blütenviertel GbR, die Entwicklung der Brache jetzt nicht gegenseitig zu blockieren. Die BVVG konnte sich gestern dazu nicht äußern. Ins Gerede war das verlassene Areal gekommen, als hier vor fünf Jahren die erste deutsche Euro-Fälscherwerkstatt ausgehoben wurde. Henry Klix

Written by caputh

28. Januar 2010 at 2:07 PM

Veröffentlicht in Potsdamer Neueste Nachrichten

Netto-Bau gestoppt

leave a comment »

(Märkische Allgemeine Zeitung)

BauenNeue Pläne in Caputh Mitte / Bürger kaufen alte Gärtnerei für Ortsentwicklung

CAPUTH – Die bisherigen Pläne für einen Netto-Markt auf dem ehemaligen Gelände der Potsdamer Blumen eG in Caputh sind gestoppt. Der Vertrag mit dem Investor aus Hamburg und dem Bund als Eigentümer der Fläche zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Schmerberger Weg war nach mehr als zwei Jahren nicht zustande gekommen. Nachdem die Vereinbarung der Genossenschaft zur Verwertung der Gebäude mit der Bodengesellschaft des Bundes abgelaufen ist, hat die Genossenschaft nun ihre Gärtnereigebäude verkauft. Sie sind jetzt im Besitz einer Bürgerfonds Kommanditgesellschaft, wie Initiator Andreas von Zadow aus Caputh auf Anfrage bestätigt.

Ziel der Caputher Gesellschaft ist es, nun noch den Grund und Boden vom Bund zu erwerben, um auf der 4,5 Hektar großen Brache ein attraktives neues Viertel für Caputh zu gestalten. „Wir sind zuversichtlich, dass wir mit der Bodengesellschaft des Bundes ins Gespräch kommen und das Areal auch erwerben können“, sagt von Zadow. Dessen Pläne mit der im vergangenen Jahr gegründeten Blütenviertel GbR für eine anspruchsvolle städtebauliche Entwicklung in Caputh Mitte sind nicht neu. „Wir werden Netto nicht rigoros eine Absage erteilen, aber wir sind gegen Großmärkte mit Parkplatzanlagen mitten im Ort. Sie gehören vielmehr ins Gewerbegebiet an der Michendorfer Chaussee“, sagt von Zadow. Die Blütenviertel GbR und viele Caputher und Investoren würden sich auf dem künftigen Bauplatz neue Wohnhäuser, Läden, Praxen, ein Altenheim und eine Kita wünschen. Auch ein Spielplatz, Grünanlagen und ein neuer Zugang zum Caputher See werden von der Gesellschaft angestrebt.

Um ihre Pläne vorzustellen und mit den Caputhern und der Gemeinde Schwielowsee zu beraten, hatten die Blütenviertel GbR bereits im vergangenen Jahr eine Perspektivwerkstatt ins Leben gerufen. „Wir wollen mit Bauwilligen, Planern und Investoren ein Planungskonzept für die gesamt Fläche entwickeln“, sagt von Zadow. „Bis Baurecht geschaffen, die Finanzierung gesichert und das Viertel realisiert werden kann, wird wohl ein Jahr vergehen. Darum liegt uns viel daran, dass es schnellstmöglich zu einem Kaufvertrag mit der Bodengesellschaft kommt.“ Die Entwickler von Caputh Mitte wollen nun durchstarten. (Von Regine Greiner)

Written by caputh

27. Januar 2010 at 2:00 PM

Veröffentlicht in Märkische Allgemeine Zeitung

haushalt: Schwielowsee bemüht seine Rücklagen

leave a comment »

(Märkische Allgemeine Zeitung)

SCHWIELOWSEE – Auch die Gemeinde Schwielowsee muss für den Haushalt 2010 in ihren Sparstrumpf greifen. Die Rücklage der Kommune wird sich dabei um knapp die Hälfte, nämlich um etwa 1,2 Millionen Euro auf rund 1,3 Millionen Euro, verringern.

Doppischer Haushalt seit 2008

Die Übernahme der doppischen Buchführung, mit der Schwielowsee seit 2008 seinen Haushalt erstellt, hat bisher nicht erfasste Abschreibungen in Höhe von 944 000 Euro ergeben, geht aus dem Ergebnisplan 2010 hervor.

Weitere Ursachen für das zu erwartende Defizit liegen unter anderem in geringeren Schlüsselzuweisungen. Die Steuereinnahmen bleiben jedoch relativ stabil. Instandhaltungsmaßnahmen an gemeindlichen Gebäuden und der Zuschuss für die Abwasserdruckleitung Templin-Potsdam schlagen ebenfalls zu Buche. Auch die Personalkosten werden um gut 300 000 Euro steigen. Angesichts des stetig wachsenden Bedarfs an Plätzen in den Horten und Kindertagesstätten der Gemeinde sollen neue Stellen geschaffen werden.

3,2 Millionen für Investitionen

Für Investitionen stehen 2010 rund 3,2 Millionen Euro zur Verfügung. Diese fließen zu großen Teilen in Sanierungsmaßnahmen an der Grundschule Caputh, für die 477 000 Euro bereitstehen. Hier stehen Brandschutzmaßnahmen im Mittelpunkt. Auch das Sport- und Vereinszentrum Geltow soll, wie berichtet, mit Geldern aus dem Haushalt bedacht werden. Dort steht die Sanierung des Kopfbaues der Kegelbahn an.

Ein Ersatz- oder Neubau der Kita in Ferch soll genauer geprüft werden, insbesondere vor dem Hintergrund der Kita-Bedarfsplanung des Landkreises, und wird nicht vor 2012 beginnen. Grundsätzlich wird auch der Einsatz von Containern erwogen. rei

Written by caputh

14. Januar 2010 at 7:35 PM

Veröffentlicht in Märkische Allgemeine Zeitung

KULTUR: Neue Töne und ein Ständchen

leave a comment »

(Märkische Allgemeine Zeitung)

Caputher Männerchor „Einigkeit“ will mit Verstärkung in der Runde sein Programm bereichern

CAPUTH – Chorleiter Martin Zierenberg weiß genau, wenn man die Gäste des großen Konzertes am 6. Juni in der Caputher Kirche mit einem ganz neuen Programm überraschen will, ist jetzt Eile geboten. „Wir bereiten etwas bisher nie Dagewesenes vor, wollen mit Heiterem und Besinnlichem aus Oper und Konzert auch mehr als Volksmusik bieten“, sagt Zierenberg und seine Augen beginnen zu leuchten. Das hat seinen Grund: Erstmals soll im Programm des Caputher Männerchores mit einer Solostimme das Ständchen von Franz Schubert (1797-1828) mit Klavierbegleitung in der Kirche zu hören sein. Das Lied verlange dem Chor und der Solostimme ein sehr sauberes Singen, viel rhythmische Gestaltung ab, sagt der Chorleiter, der viele Jahre am Hans-Otto-Theater in Potsdam als Sänger geschätzt wurde. Doch der Chor will sich dieser Herausforderung stellen, sucht darüber hinaus noch stimmliche Verstärkung als ideale Ergänzung zu den erfahrenen Sängern in der Runde. „Wir freuen uns, wenn wir schon im Januar mit neuen Sängern proben können“, sagt der Vereinsvorsitzende Reimar Riebicke. Zu den Proben trifft man sich donnerstags ab 19.30 Uhr im Caputher Bürgerhaus gegenüber dem Schloss. Musikalische Bewerber, gern mit Chorerfahrung, können mit der Unterstützung des Vereins rechnen. Der Chor will zwar ein anspruchsvolles Programm zusammenstellen, braucht und wünscht sich neue Stimmen, will aber dennoch nicht abgehoben erscheinen, sagt Riebicke. „Wir hoffen, dass es uns auch künftig gelingen wird, Menschen, die Freude am Singen haben, für uns zu gewinnen.“ Das ist ihm wichtig, so wie dem langjährigen einstigen Chorleiter, Joachim Schabik. „Ein Chor mit so langer Tradition wie der Männerchor Einigkeit wird schon deshalb nicht untergehen, weil er seine Wurzeln in der Caputher Bevölkerung hat, die überwiegend hinter ihm steht.“ Schabik hatte den Chor über 40 Jahre geleitet, singt heute noch im Verein, Seite an Seite mit dem jüngsten Sänger, der 33 Jahre ist und dem Ältesten mit 73 Jahren. Sie und die anderen Sänger hoffen nun auf die neuen Stimmen für die nächsten Auftritte auch bei den Caputher Musiken. (Von Regine Greiner)

Written by caputh

5. Januar 2010 at 8:08 AM

Veröffentlicht in Märkische Allgemeine Zeitung